Für Ihre Anfrage vorbereiten
- Aufbau und Kälteaggregat mit eigenen Typdaten und Nachweisen erfassen.
- Betriebsstunden, Wartung und belegte Funktion statt bloßer Solltemperaturen nennen.
- ATP-Unterlagen und HU/SP erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Auflieger und Kühlaggregat eindeutig identifizieren
Halten Sie Hersteller und Typ des Aufliegers sowie die Daten des tatsächlich eingebauten Kühlaggregats getrennt bereit. Ein später getauschtes Aggregat kann eine andere Historie haben als der Aufbau. Notieren Sie einen dokumentierten Austausch deshalb mit den zugehörigen Unterlagen.
Für die technische Einordnung sind außerdem die vorhandene Betriebsart, Kammeraufteilung und tatsächliche Ausstattung relevant. Beschreiben Sie, was verbaut ist, statt Eigenschaften eines aktuell angebotenen Neufahrzeugs auf Ihren gebrauchten Auflieger zu übertragen. Auch innerhalb einer Baureihe können sich Ausstattung und Aufbau unterscheiden.
Betriebsstunden und Wartung nachvollziehbar zuordnen
Übernehmen Sie vorhandene Stundenstände aus nachvollziehbaren Anzeigen oder Wartungsunterlagen und halten Sie fest, zu welchem Datum sie abgelesen wurden. Wenn unterschiedliche Betriebsarten separat gezählt werden, sollten die Werte nicht ohne Erklärung zu einem einzigen angeblichen Gesamtstand zusammengeführt werden.
Wichtiger als eine möglichst kleine Zahl ist eine stimmige Historie. Ordnen Sie Rechnungen, Reparaturen und längere Stillstandszeiten dem richtigen Aggregat zu. Unbekannte Stundenstände werden als unbekannt benannt. Eine Kilometerangabe des Aufliegers kann den dokumentierten Betrieb der Kälteanlage nicht ersetzen.
Isolieraufbau, Türen und Boden gesondert beschreiben
Der Zustand des Aufbaus beeinflusst, ob das Fahrzeug für seinen vorgesehenen Einsatz weiter geprüft werden kann. Nennen Sie bekannte Beschädigungen an Wänden, Dach, Boden, Türen und Dichtungen sowie ausgeführte Reparaturen. Erklären Sie, ob Probleme wie Feuchtigkeit, beschädigte Innenflächen oder schlecht schließende Türen bekannt sind.
Ein äußerlich sauberer Aufbau ist kein Nachweis seiner vollständigen thermischen Eigenschaften. Ebenso belegt ein eingeschaltetes Aggregat nicht automatisch eine bestimmte Kühlleistung im realen Betrieb. Vorhandene Messungen oder Prüfberichte sind deshalb klar von einer bloßen Sichtbeschreibung zu unterscheiden.
ATP-Bescheinigung und Fahrzeugprüfungen auseinanderhalten
Das ATP-Übereinkommen betrifft die internationale Beförderung bestimmter leichtverderblicher Lebensmittel und die dafür eingesetzten Beförderungsmittel. Ob und welche Anforderungen für einen konkreten Einsatz gelten, ist anhand des Einsatzes und der aktuellen Vorgaben zu prüfen. Die UNECE veröffentlicht dazu das Übereinkommen und Handbuchfassungen.
Halten Sie eine vorhandene ATP-Bescheinigung mit ihrer Fahrzeugzuordnung, Einstufung und Gültigkeit bereit. Fehlt sie oder wurde das Aggregat verändert, klären Sie die Nachweislage mit einer geeigneten Prüfstelle. Eine HU oder SP ersetzt keine ATP-Bescheinigung; umgekehrt bestätigt ATP nicht die vollständige heutige Verkehrssicherheit. Aus einer Verkaufsanfrage entsteht keine pauschale Zulassung für Lebensmitteltransporte.
Temperaturführung und Spezialausstattung belegen
Notieren Sie, ob der Auflieger für eine oder mehrere Kammern ausgestattet ist und welche Trennwände, Luftführungen, Temperaturaufzeichnungen oder weiteren Komponenten dazugehören. Hersteller wie Schmitz Cargobull bieten unterschiedliche Ausführungen an; für die Bewertung zählt die tatsächlich vorhandene Kombination.
Wenn aussagekräftige Betriebs- oder Temperaturunterlagen vorhanden sind, stimmen wir einen geeigneten Austausch ab. Übermitteln Sie dafür keine unnötigen Kunden- oder Lieferdaten. Für die erste Anfrage ist kein selbst organisierter Belastungsversuch erforderlich. Tests an Kälteanlage und Elektrik gehören in fachkundige Hände.
Diese Informationen für die Anfrage bereitlegen
Nutzen Sie die Auflieger-Bewertung und wählen Sie als Typ „Kühlkoffer“. Das Formular erfasst Erstzulassungsjahr, Achsenanzahl, zulässiges Gesamtgewicht in Kilogramm und allgemeinen Zustand. Die folgenden zusätzlichen Punkte erläutern Sie danach im Kontakt.
- Hersteller und Typ von Auflieger und eingebautem Kühlaggregat.
- Vorhandene Betriebsstunden mit Ablesedatum und Erklärung der Anzeige.
- Wartung, Reparaturen, Aggregattausch und längere Standzeiten.
- Bekannte Schäden am Aufbau, an Türen, Boden oder Dichtungen.
- Vorhandene ATP-Unterlagen, HU/SP-Berichte und offene Prüfpunkte.
- Kammeraufteilung, Zubehör, Abstellort und gewünschter Übergabezeitraum.
Lieferumfang und Übergabe konkret vereinbaren
Stimmen Sie ab, welche Trennwände, Kabel, Bediengeräte, Unterlagen und sonstigen Ausstattungen mitverkauft werden. Klären Sie bei einer vorhandenen Telematik auch, wie betriebliche Zugänge und laufende Verträge zum Übergabetermin behandelt werden. Ein eingebautes Gerät bedeutet nicht automatisch, dass ein fremdes Nutzerkonto weiterverwendet werden darf.
Die kostenlose Anfrage führt zur individuellen Prüfung. Ein endgültiger Preis berücksichtigt den konkreten Zustand und die geklärten Unterlagen. Eine mögliche Abholung, noch notwendige Prüfungen und die zugesagten Funktionen werden gesondert vereinbart. Wir versprechen keine ATP-Erneuerung oder definierte Kühlleistung allein anhand des Formulars.
Diese Ratgeber helfen bei der Vorbereitung
Häufige Fragen
Kann ich ohne gültige ATP-Bescheinigung eine Anfrage stellen?
Ja. Benennen Sie frühzeitig, dass die Bescheinigung fehlt oder abgelaufen ist. Welche Unterlagen für die geplante weitere Verwendung erforderlich sind, wird getrennt geprüft. Die Erstanfrage ersetzt weder eine ATP-Prüfung noch eine Zusage, dass das Fahrzeug für einen bestimmten Lebensmitteltransport eingesetzt werden darf.
Genügt die am Aggregat eingestellte Temperatur als Funktionsnachweis?
Nein. Ein eingestellter Sollwert ist noch kein belegter Nachweis der tatsächlich erreichten Leistung unter bestimmten Bedingungen. Hilfreicher sind vorhandene Prüfungen, Wartungsunterlagen und nachvollziehbare Funktionsangaben. Organisieren Sie für die erste Anfrage keinen eigenen technischen Belastungstest.
Wo trage ich Betriebsstunden und Aggregattyp ein?
Diese Einzelheiten werden im anschließenden Gespräch ergänzt. Das Auflieger-Formular besitzt dafür derzeit kein Freitextfeld. Wählen Sie „Kühlkoffer“, erfassen Sie die angebotenen Grunddaten und halten Sie die zusätzlichen Informationen für den persönlichen Kontakt bereit.
