Für Ihre Anfrage vorbereiten
- Silo-LKW mit eigenem Antrieb und Siloauflieger eindeutig unterscheiden.
- Behälter, Kammern, Entleerung und Zubehör nach vorhandenen Unterlagen erfassen.
- Keine Eignung für ein neues Transportgut ohne passende Nachweise zusichern.
Silo-LKW oder Siloauflieger: den passenden Einstieg wählen
Ein Silo-LKW besitzt einen eigenen Fahrzeugantrieb; ein Siloauflieger wird mit einer passenden Zugmaschine eingesetzt. Nennen Sie diese Bauart bereits in der ersten Anfrage. Beim LKW gehören Marke, Modell, Motorisierung und Laufleistung zu den Grunddaten. Beim Auflieger sind Hersteller, Erstzulassung, Achsen und zulässiges Gesamtgewicht besonders wichtig.
Über die Schaltfläche dieser Seite öffnet sich zunächst die Auflieger-Bewertung. Wählen Sie dort für einen Siloauflieger den Typ „Silo“. Für einen Silo-LKW wechseln Sie oben im Dialog zur Kategorie „LKW“ und wählen bei der Aufbauart „Sonstiges“; den Siloaufbau besprechen wir anschließend. Unbekannte technische Werte müssen nicht durch Angaben eines ähnlichen Fahrzeugs ersetzt werden; klären Sie offene Punkte persönlich.
Behälter und Kammern nachvollziehbar beschreiben
Halten Sie Hersteller, Typ, Baujahr und vorhandene Identifikationsdaten des Behälters bereit. Angaben zu Volumen, Kammeraufteilung und Werkstoff sollten aus den eigenen Unterlagen stammen. Ein Foto der Außenansicht lässt nicht zuverlässig erkennen, welche technischen Werte oder Einsatzgrenzen für den konkreten Aufbau gelten.
Beschreiben Sie bekannte Beschädigungen, Undichtigkeiten, frühere Reparaturen und Veränderungen. Wenn einzelne Bereiche nicht geprüft wurden, kennzeichnen Sie das. Nehmen Sie keine eigenständigen Druckprüfungen oder Eingriffe vor, nur um Daten für die Anfrage zu ergänzen. Technische Untersuchungen gehören in fachkundige Hände.
Bei mehreren Kammern sollten Informationen möglichst kammerweise zugeordnet sein. Das gilt für bekannte Schäden ebenso wie für vorhandene Reinigungshinweise oder Reparaturen. Eine kurze Übersicht erleichtert die spätere Prüfung mehr als eine unkommentierte Sammlung ähnlicher Bilder.
Entleerungstechnik und Antrieb getrennt erfassen
Nennen Sie die vorhandene Technik zum Be- und Entladen anhand der Dokumentation. Dazu können beispielsweise Kompressor, Gebläse, Leitungen, Armaturen und eine Kippeinrichtung gehören. Entscheidend ist, was am konkreten Fahrzeug tatsächlich montiert ist und zum Verkauf gehören soll.
Halten Sie bekannte Betriebsstunden und Wartungsbelege von Zusatzaggregaten getrennt von der Laufleistung des LKW fest. Ein Aggregat kann eine eigene Nutzungsgeschichte haben. Beschreiben Sie Funktionsstörungen mit Situation und vorhandenem Befund, ohne eine unbekannte Ursache zu behaupten.
Lose Schläuche, Kupplungen und weitere mitverkaufte Ausrüstung sollten in einer Zubehörliste stehen. Kennzeichnen Sie fehlende Teile. Eine vollständige Liste hilft, den Angebotspreis und den tatsächlichen Übergabeumfang aufeinander abzustimmen.
Einsatzgeschichte und vorhandene Nachweise
Benennen Sie das zuletzt beförderte Gut und die Nutzung, soweit diese aus eigener Kenntnis oder Unterlagen nachvollziehbar ist. Ein Behälter für ein bestimmtes Schüttgut ist nicht automatisch für jedes andere Produkt geeignet. Sauberkeit, Materialverträglichkeit und besondere Anforderungen müssen für einen neuen Einsatzzweck eigenständig geprüft werden.
Halten Sie vorhandene Reinigungs-, Wartungs- und Prüfunterlagen bereit. Behaupten Sie keine Lebensmittel-, Gefahrgut- oder sonstige besondere Eignung, wenn dafür keine belastbare Grundlage besteht. Welche Anforderungen gelten, hängt von Fahrzeug, Behälter und Einsatz ab und wird nicht durch eine allgemeine Verkaufsbeschreibung ersetzt.
- Fahrzeug- und Behälterunterlagen mit eindeutiger Zuordnung.
- Vorhandene Bedienungs- und Wartungsdokumentation.
- Nachweise über Reparaturen oder Änderungen am Aufbau.
- Dokumentierte letzte Nutzung und vorhandene Reinigungsbelege.
- Liste der mitverkauften Entleerungs- und Anschlussausrüstung.
HU, SP und spezielle Prüfungen auseinanderhalten
Die fahrzeugbezogenen Untersuchungen nach StVZO sind getrennt von möglichen Anforderungen an Behälter und Arbeitsausrüstung zu betrachten. Halten Sie vorhandene HU- und gegebenenfalls SP-Berichte bereit. Welche Prüffristen gelten, hängt von der konkreten Fahrzeuggruppe ab.
Eine aktuelle Fahrzeugprüfung ist keine pauschale Bestätigung für jeden denkbaren Einsatz des Silos. Ebenso ersetzt ein Nachweis zum Behälter nicht den heutigen Zustand von Achsen, Bremsen, Reifen und Rahmen. Notieren Sie offene Punkte je Bereich und besprechen Sie zusätzlichen Prüfbedarf vor einer verbindlichen Einsatz- oder Transportzusage.
Grundlagen zu diesem Abschnitt: StVZO Anlage VIII: Fahrzeuguntersuchungen und Prüffristen ↗
Welche Angaben die Bewertung beeinflussen
Die Bewertung richtet sich nach Bauart, Alter, Zustand und nachvollziehbarer Ausstattung. Beim Silo-LKW wird der Antrieb mitbetrachtet; beim Auflieger stehen Fahrwerk und Behälteraufbau im Vordergrund. DEKRA beschreibt die Bedeutung besonderer Aufbauten bei der Nutzfahrzeugbewertung. Für Ihre Anfrage ist daher eine saubere Trennung der Komponenten hilfreich.
Ein pauschaler Preis je Kubikmeter Behältervolumen wäre ohne weitere Prüfung unzureichend. Zwei äußerlich ähnliche Fahrzeuge können sich bei Zustand, Ausrüstung und belegbarer Nutzung deutlich unterscheiden. Legen Sie verschiedenen Interessenten dieselben Angaben vor und vergleichen Sie Bedingungen und enthaltenes Zubehör.
Klären Sie zudem, ob ein genannter Preis nach Besichtigung noch angepasst werden kann und wer die Abholung organisiert. Eigene Kosten für Reinigung, Werkstatt oder Standzeit sind nicht automatisch im Angebot enthalten. Halten Sie vereinbarte Kostenübernahmen ausdrücklich fest.
Grundlagen zu diesem Abschnitt: DEKRA: Bewertung von Nutzfahrzeugen und besonderen Aufbauten ↗
Standort und Übergabe vorbereiten
Teilen Sie mit, ob das Fahrzeug entladen ist und welcher sichere Zugang am Standort besteht. Restmengen oder ungeklärte Inhalte müssen vor einer Abholung benannt werden. Eine Entleerung, Reinigung oder technische Vorbereitung sollte mit geeigneten Fachbetrieben abgestimmt werden, soweit sie für den konkreten Fall notwendig ist.
Bei einem Auflieger sind Abstellbedingungen, Zugänglichkeit und bekannte Einschränkungen beim Ankuppeln relevant. Bei einem Silo-LKW kommen Fahrfähigkeit und Zulassungsstatus hinzu. Eine Abholung wird individuell geplant; sie ist nicht schon mit dem Ausfüllen des Formulars zugesagt.
Nach Prüfung der Angaben besprechen wir ein mögliches Angebot. Vor Abschluss werden Zustand, Zubehör, Unterlagen, Zahlung und Übergabetermin festgehalten. Die erste Anfrage ist kostenlos und begründet keine Verkaufsverpflichtung.
Diese Ratgeber helfen bei der Vorbereitung
Passend zu diesem Thema
Häufige Fragen
Welches Formular verwende ich für einen Siloauflieger?
Wählen Sie die Auflieger-Kategorie und den Typ „Silo“. Für ein Fahrzeug mit eigenem LKW-Antrieb wechseln Sie im Dialog zur LKW-Kategorie.
Muss der Siloaufbau voll einsatzbereit sein?
Für eine Anfrage können Sie auch bekannte Defekte beschreiben. Ob ein Ankauf möglich ist, wird anhand des Zustands und der vorhandenen Informationen geprüft.
Kann ich eine Eignung für andere Schüttgüter zusagen?
Nur wenn sie für das konkrete Fahrzeug belastbar belegt ist. Der bisherige Einsatz erlaubt keine automatische Aussage zu einem anderen Transportgut oder neuen technischen Anforderungen.

